Der Neustart ins Wochenbett - Wenn es anders läuft als geplant

Hey Mama, so sehr wir uns wünschen, dass du dein wundervolles Wochenbett zum einen bestmöglich vorbereitest und zum anderen dann gebührend feierst, wissen wir natürlich, dass es auch Mamas gibt und geben wird, die ihr Traum-Wochenbett nicht von der ersten Minute an erleben dürfen. Und auch bei einem tollen Start kann dir nach wenigen Tagen so gar nicht mehr zum Feiern zumute sein.

Die Gründe dafür können vielfältig sein. Es kann ganz anders laufen kann als du es planst und es dir wünschst. Eine Frühgeburt, ein Geburtstrauma oder auch die kurzfristige Trennungen von deinem Baby beispielsweise sind Umstände, die dir den Übergang in das Wochenbett sehr erschweren können. Auch kann es beispielsweise passieren, dass es dir zunächst schwer fällt, dein Kind anzunehmen, zu lieben, in deiner Mutterrolle aufzugehen.

Gerade deshalb wollen wir dich dafür sensibilisieren und darin bestärken, bestmöglich auf dich acht zu geben. Gerade bei einer akuten Krise ist es wichtig, sich in aller Ruhe den eigenen Emotionen und den Nachwirkungen zu widmen. Was ist passiert? Was fühle ich? Was folgt nun? Brauche ich Hilfe?

Auch dein Baby kann nun besondere Unterstützung benötigen. Stillprobleme oder Schreiphasen beispielsweise können Wege sein, wie es das Passierte verarbeitet. Hier dürft ihr gern genauer hinhören und gegebenenfalls Hilfe in Anspruch nehmen.

Besonders in Krisen oder nach Schocksituationen ist eine Begleitung durch geschulte Fachpersonen so wertvoll. Bittet um Unterstützung, lasst euch helfen. Findet professionelle Therapeuten in eurer Stadt, kontaktiert eure Krankenkasse oder informiert euch bei folgenden Initiativen:
www.rueckhalt.de
www.schatten-und-licht.de
www.emotionelle-erste-hilfe.org
www.bauchgeburt.de

Manchmal kann ein Neustart wahre Wunder bewirken. Was verrückt klingt, kann bei emotionalen Krisensituationen im Wochenbett zu wunderschönsten Zaubermomenten führen. Das sogenannte Bondingbad nach Brigitte Meissner ist eine ganz wundervolle Methode für emotionale Verbindung zwischen Mama und Baby und die gemeinsame Heilung. Wie genau das geht, kannst du hier lesen: Zum Babyheilbad

Wenn du eine Hebamme hast, empfehlen wir dir das Heilbad mit ihr gemeinsam zu machen. Doch auch dein:e Partner:in kann dich toll unterstützen. Wichtig ist, dass ihr euch Zeit nehmt, dass ihr die Geburt und das Erlebte in Ruhe besprecht, euch den Raum gebt, über eure Erfahrungen und Gefühle zu sprechen und vor allem das Baby mit einbezieht.

Das Schönste: Für einen Neustart ist es nie zu spät! Ob kurz nach der Geburt oder erst einige Monate später - das Heilbad kann eine tolle Möglichkeit sein. Wir wünschen euch so sehr, dass euer Wochenbett bestmöglich starten kann. Sollte es anders kommen, als geplant - ihr seid stark, gerade WEIL ihr Hilfe annehmen könnt. Für euch und euer Baby. Und: Es ist nie zu spät für euer Wochenbett.

Lass uns gemeinsam für dich sorgen.

Janine & Steffi, Hey Wow Mom